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Zusammenfassung

Die Stadt Innsbruck wurde neue strategische naBe-Partnerin!

Stadt Innsbruck unterzeichnet Vereinbarung zur naBe-strategischen Partnerschaft mit BMLUK

Die Stadt Innsbruck wurde neuer strategischer Partner des naBe-Aktionsplans: Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und die Stadt Innsbruck unterzeichneten am Donnerstag, den 30. Juli 2026, eine Vereinbarung zur naBe-strategischen Partnerschaft. Die Unterzeichnung erfolgte durch Herrn Bundesminister Norbert Totschnig und Herrn Bürgermeister Johannes Anzengruber.

Mit der Partnerschaft bekennt sich die Stadt Innsbruck zu den Zielsetzungen des Aktionsplans nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe-Aktionsplan). Die Olympiastadt setzt ein klares Zeichen für ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung in der kommunalen Beschaffung. Begleitet wird die Umsetzung mit der in der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) eingerichteten naBe-Plattform, die öffentliche Auftraggeber als zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um nachhaltige Beschaffung unterstützt.

Nachhaltige öffentliche Beschaffung wird damit als strategischer Hebel sichtbar: Sie verbindet Qualität und Wirtschaftlichkeit mit Klima- und Umweltschutz, sozialer Verantwortung und regionaler Wertschöpfung. Die Partnerschaft knüpft an die Grundsätze des naBe-Aktionsplans an und zeigt, wie öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber durch ihre Beschaffungsentscheidungen konkrete Wirkung erzielen können.

Zielsetzungen der naBe-strategischen Partnerschaft

Die Zusammenarbeit orientiert sich an den zentralen Zielsetzungen des naBe-Aktionsplans: Berücksichtigung der naBe-Kriterien in den 16 naBe-Beschaffungsgruppen, Sichtbarmachen der Relevanz nachhaltiger Beschaffung und Wahrnehmung einer Vorbildfunktion, wie auch langfristige Reduktion von Kosten sowie Sozial-, Klima- und Umweltbelastungen. Die Stärkung der öffentlichen Hand als Referenzmarkt und Förderung regionaler Wertschöpfung stehen gleichermaßen im Fokus.

Als Landeshauptstadt Tirols ist die Stadt Innsbruck eine zentrale öffentliche Auftraggeberin und gestaltet in vielen Bereichen des städtischen Lebens Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung – von Verwaltung und Infrastruktur über Mobilität und Energie bis hin zu Klima- und Umweltschutz. Die Partnerschaft knüpft damit an zentrale Zukunftsthemen der Stadt und des Landes Tirol an und unterstützt die Weiterentwicklung strategischer Beschaffungsprozesse. Bereits heute setzt Innsbruck zahlreiche Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung um: So wird der kommunale Fuhrpark laufend elektrifiziert. Bis 2028 sollen elf weitere vollelektrische Nutzfahrzeuge sowie 13 Ladepunkte errichtet werden. Zusätzlich stehen den Mitarbeitenden des Stadtmagistrats Pool-E-Fahrzeuge und E-Bikes für dienstliche Wege zur Verfügung.

Bundesminister Norbert Totschnig betont die Bedeutung der Zusammenarbeit:

„Mit der Stadt Innsbruck gewinnt das naBe-Partnernetzwerk eine wichtige kommunale Partnerin. Nachhaltige Beschaffung bedeutet Weitblick: Sie verbindet Qualität, soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Tirols diesen Weg gemeinsam mit uns weiter stärkt.“

BBG-Geschäftsführer Martin Ledolter unterstreicht die Rolle der BBG bei der Umsetzung nachhaltiger Beschaffung:

 „Die BBG unterstützt öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber dabei, nachhaltige Beschaffung praxistauglich umzusetzen. Mit der Stadt Innsbruck gewinnt das naBe-Netzwerk eine Partnerin, die nachhaltige Beschaffung auf kommunaler Ebene wirksam verankern kann. Gemeinsam können wir Know-how bündeln und konkrete Wirkung in der Praxis erzielen.“

Die Kooperation umfasst insbesondere den strukturierten Austausch zu nachhaltiger Beschaffung, die Nutzung von naBe-Schulungen, Workshops, Webinaren und Beratungsangeboten sowie die Einbindung in beschaffungsrelevante Veranstaltungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit beim Monitoring und bei der Weiterentwicklung der naBe-Kriterien. Eine zentrale Ansprechperson innerhalb der Stadt Innsbruck unterstützt die laufende Abstimmung. Kommunikativ wird die Partnerschaft über die Kanäle der naBe-Plattform und der Stadt begleitet.

Nachhaltige Beschaffung als Beitrag zur kommunalen Verantwortung

Nachhaltige Beschaffung leistet einen erheblichen Beitrag, ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung in der kommunalen Verwaltung wirksam zu verankern. Städte und Gemeinden verfügen mit ihren Beschaffungsentscheidungen über zentrale Hebel, um klimafreundliche Lösungen, faire Lieferketten, langlebige Produkte, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung zu unterstützen.
Die Stadt Innsbruck verbindet diesen Anspruch bereits heute mit konkreten Maßnahmen. So sind bei der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG mittlerweile vier elektrisch betriebene Sammelfahrzeuge in der Abfallsammlung im Einsatz, wodurch jährlich rund 50.000 Kilogramm CO₂ eingespart werden können. Gleichzeitig leistet das Stadtrad Innsbruck einen wichtigen Beitrag zu klimafreundlicher Mobilität in der Stadt und zählt mit über einer Million Ausleihen im Jahr 2025 zu den erfolgreichsten öffentlichen Fahrradverleihsystemen Europas.
Als Landeshauptstadt und zentrale öffentliche Auftraggeberin kann Innsbruck mit nachhaltiger Beschaffung eine besondere Signalwirkung entfalten. Die Partnerschaft zeigt: Nachhaltige Beschaffung bedeutet Weitblick: Qualität statt Kurzfristigkeit, Verantwortung statt reinem Preisfokus, Ressourcenschonung statt vermeidbarer Umweltbelastung und regionale Wertschöpfung statt anonymer Lieferketten.

Bürgermeister Johannes Anzengruber erklärt:

„Innsbruck sammelt Abfall mittels e-LKW, fährt 1 Million Mal mit dem Stadtrad und rüstet das Rathaus Schritt für Schritt auf LED um – mit der naBe-strategischen Partnerschaft bauen wir diese und viele andere Initiativen weiter aus. Gerade in der städtischen Beschaffung baut die Stadt auf Nachhaltigkeit. Wir freuen uns auf den Austausch im Netzwerk und die intensivierte Zusammenarbeit mit dem BMLUK und der BBG.“

Mit der Stadt Innsbruck gewinnt das naBe-Partnernetzwerk eine weitere bedeutende öffentliche Auftraggeberin, die nachhaltige Beschaffung als Hebel für Umwelt- und Klimaschutz, soziale Verantwortung und langfristige Wirkung versteht. Die naBe-Plattform freut sich auf die Zusammenarbeit und auf den gemeinsamen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger öffentlicher Beschaffung in Österreich.

Weiterführende Links:

Partnerschaften – naBe

Stadt Innsbruck 

Stadt Innsbruck unterzeichnet Vereinbarung zur naBe-strategischen Partnerschaft mit BMLUK – Stadt Innsbruck

Good Practice-Beispiel: Stadtrad Innsbruck – soziale und ökologische Nachhaltigkeit – naBe

Header & Beitragsbilder: © Stadt Innsbruck / D. Jäger

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