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Good Practice-Beispiel: DIE UMWELTBERATUNG schafft einen neuen und nachhaltigen Standort

Dieses Beispiel gehört zur Sammlung der Good Practice zur nachhaltigen Beschaffung. In den Beispielen werden Beschaffungsprojekte, die im Kontext des Aktionsplans für nachhaltige Beschaffung stehen, vorgestellt. Bei Fragen zu den Projekten kontaktieren Sie bitte die angegebene Ansprechperson. Sie haben auch ein Good Practice der nachhaltigen Beschaffung? Dann melden Sie sich bitte unter office@nabe.gv.at.

Dieses Good Practice-Beispiel zeigt, wie DIE UMWELTBERATUNG den neuen Bürostandort mit gebrauchten Möbeln ausgestattet, alte Regale weiter verwendet und die Innenausstattung nach den ÖkoKauf-Kriterien der Stadt Wien ausgewählt hat.

Bitte stellen Sie Ihr Projekt kurz vor.

DIE UMWELTBERATUNG bezog Anfang 2026 ihren neuen Standort in der Landgutgasse. Bei der Planung und Ausführung wurde auf die ressourcenschonende Ausstattung der Räumlichkeiten geachtet. DIE UMWELTBERATUNG wollte damit das passende Ambiente schaffen, um die Wienerinnen und Wiener zu Umwelt- und Klimaschutz zu beraten. Die verschiedenen Beratungsschwerpunkte sollten am eigenen Standort somit gleich in die Praxis umgesetzt werden, um den Kundinnen und Kunden ein Good Practice-Beispiel zeigen zu können.

Können Sie die Vorgehensweise kurz beschreiben?

Bei der Ausstattung des Büros wurde auf ÖkoKauf-Kriterien geachtet – vom Linoleumfußboden bis zur lösemittelfreien Wandfarbe wurden umwelt- und gesundheitsschonende Produkte gewählt. Büroschränke in bester Secondhand-Qualität stammen aus der alten WU – sie wurden im Rahmen des Zwischennutzungsprojektes WEST überlassen. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ermöglichte dieses Projekt.

Gesetzte Maßnahmen zur Wiederaufbereitung

Alte Holzregale wurden neu lasiert und als Blumeninseln verwendet. Die Pflanzen aus dem alten Büro übersiedelten mit, auch Ableger wurden vorausschauend schon für den neuen Standort gemacht. Auch die Tische des Sozialraumes wurden abgeschliffen und neu lackiert.
Bei der Planung des neuen Standortes brachten alle Fachbereiche von DIE UMWELTBERATUNG ihr Wissen ein. Kriterien der Kreislaufwirtschaft wurden umgesetzt und ein Abfallkonzept erstellt. Im Innenraum setzte DIE UMWELTBERATUNG die nachhaltige Linie des Gebäudes fort – denn das Wohnquartier B.R.I.O. im Stadtteil „Neues Landgut“ wurde als klimafittes, energieeffizientes Siedlungsgebiet in Holzhybrid-Bauweise geplant.
Auch bei den Details der Ausstattung wurde auf Kreislauffähigkeit und Wiederverwendung geachtet:
Alte Pinwände wurden neu mit Textilien bezogen und wiederverwendet. Alle Tischbeine der Schreibtische aus dem alten Büro und Tischplatten aus Altbeständen der Wiener Volkshochschulen GmbH werden wieder- bzw. weiterverwendet. Dabei wurden Reste von Arbeitsflächen aus der Küche mit Tischbeinen versehen und als Arbeitstisch weiterverwendet. Das Lager wurde mit Schwerlastenregalen aus Altbeständen der VHS ausgestattet. Alle Bürosessel und sonstige Sessel wurden übersiedelt und weiterverwendet.

Können Sie nähere Details zur Ausschreibung erläutern?

Für das Empfangspult sowie eigens gestaltete Schränke für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden Tischlerarbeiten ausgeschrieben. Das Empfangs- und Garderobensystem wurde anschließend von einer lokalen Tischlerei aus heimischer Weißtanne gefertigt. Dabei wurde besonderer Wert auf die Verwendung regionalen Holzes und die Ausführung durch einen regionalen Handwerksbetrieb gelegt.

Was ist der Bezug zum naBe-Aktionsplan?

Das Projekt berücksichtigt die Grundausrichtung des naBe-Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft. Das neue Gebäude ist begrünt und mit Energie aus Erdsonden und Wärmepumpen beheizt und gekühlt. Auf der gemeinschaftlich genutzten Dachterrasse gibt es Hochbeete. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von DIE UMWELTBERATUNG wurden beim Prozess aktiv eingebunden, um mit ihrem Wissen in den verschiedensten Fachbereichen den neuen Bürostandort nachhaltig zu gestalten. Von Secondhand-Möbeln bis zu Farben und Fußböden nach ÖkoKauf-Kriterien wurden nachhaltige Kriterien berücksichtigt. Was nicht mehr gebraucht und nicht mitgenommen wurde, wurde anderen Organisationen überlassen. Auf reduzierter Bürofläche gelang es, optimale Arbeitsplätze für die verschiedenen Tätigkeiten und eine flexiblere Arbeitsweise zu schaffen.

Welche Ziele und welcher Mehrwert konnten dadurch erreicht werden?

  • nachhaltige Räumlichkeiten, die angenehme Atmosphäre ausstrahlen
  • weniger CO2-Ausstoß durch Nutzung von Energie aus Erdsonden und Wärmepumpen
  • Flächenreduktion und trotzdem bessere räumliche Ausstattung für die unterschiedlichen Arbeitsbedürfnisse
  • Ressourcenschonende Ausstattung durch die Verwendung von Second-Hand Möbeln

Ihr Rat an die öffentliche Verwaltung?

Es gibt gebrauchte Möbel am Markt, die gut aussehen und hochwertig in der Verwendung sind. Alte Möbel können gut revitalisiert werden. Optimal sind Holzmöbel, die für neue Zwecke aufbereitet werden können (z.B. wurden alten Holzregale neu lasiert und als Blumeninseln verwendet. Die Esstische aus dem alten Büro wurden ebenfalls abgeschliffen und neu für den Sozialraum lasiert). Eine genaue Planung und Strukturierung der Auswahl war dabei sehr wichtig. Das Einbinden von Ideen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzeugt Akzeptanz und erhöht den Wohlfühlfaktor am neuen Standort.

Weitere Hintergrundinformationen

Zeitgleich wurden auch neue Nutzungs- und Planungsprinzipien umgesetzt. Das Büro ist als Raum für Kommunikation, Abstimmung, Zufälligkeit, Kreativität und Zusammengehörigkeit definiert. Mobiles Arbeiten ist Teil des Arbeitsplatzkonzepts. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wählen den für die jeweilig anstehende Aufgabe passenden Ort und arbeiten in jenem Raum, der am besten zu ihrer anstehenden Aufgabe passt. Zusätzlich gibt es funktionale Zonen, wie z.B. den Fokus-Raum, der einer spezifischen Arbeitsweise, dem fokussierten Arbeiten, gewidmet ist.

Weiterführende Links:

www.umweltberatung.at

Kontaktdaten

DIE UMWELTBERATUNG

Elisabeth Tangl, Leiterin DIE UMWELTBERATUNG

elisabeth.tangl@umweltberatung.at

Header & Beitragsbild: © Monika Kupka, DIE UMWELTBERATUNG

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