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Informationen für eine verantwortungsvolle Beschaffung im Umgang mit PFAS

Um die Risiken von per- und polyfluorierten Verbindungen (PFAS) – den sogenannten Ewigkeitschemikalien – zu minimieren, empfiehlt sich ein bewusster und strategischer Umgang im Beschaffungsprozess. Bei der Auswahl von Produkten sollten bevorzugt solche gewählt werden, die frei von PFAS oder mit einem möglichst niedrigen PFAS-Anteil sind. Für eine vorausschauende Beschaffungsstrategie sind die fortlaufende Beobachtung gesetzlicher Vorgaben sowie die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung wesentlich. Themen wie die Prüfung von Zertifikaten und Nachhaltigkeitslabels, regelmäßige Rücksprache mit Lieferanten und die transparente Kommunikation in der Lieferkette müssen dabei adressiert werden.

Was sind PFAS?

PFAS steht für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Dahinter verbirgt sich eine sehr große Gruppe von über 10.000 verschiedenen Industriechemikalien. Gemeinsam haben sie, dass sie besonders stabile chemische Bindungen enthalten, die sie besonders haltbar gegen Wasser, Fett und Hitze machen. Wegen ihrer Beständigkeit finden sie in vielen Alltagsprodukten Verwendung und gelangen so in die Umwelt und reichern sich dort an. Wegen dieser Stabilität nennt man sie auch „Ewigkeitschemikalien“.
Diese künstlich hergestellten Substanzen werden seit Jahrzehnten zur Herstellung vieler Konsumgüter eingesetzt (auch in elektronischen Geräten, Farbe, Autos oder Kosmetika beispielsweise), vor allem dort, wo etwas wasserabweisend, ölabweisend oder schmutzabweisend sein soll.

Wo werden PFAS eingesetzt?

PFAS finden sich in zahlreichen Alltags- und Industrieprodukten. Dazu gehören unter anderem:

  • Textilien wie Outdoorjacken, Sport- und Arbeitskleidung sowie technische Textilien
  • Ausrüstung wie persönliche Schutzausrüstung
  • Bürotextilien wie Polstermöbel, Teppiche, Tischdecken
  • Imprägnierungen für Textilien und Leder
  • Verpackungen, Antihaftbeschichtungen und weitere Spezialanwendungen

Ein Hinweis auf den Einsatz von PFAS kann sein, wenn Produkte mit Begriffen wie „fleckgeschützt“, „wasserabweisend“ oder „ölabweisend“ beworben werden.

Welche Risiken gibt es?

Für die Gesundheit

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen potenzielle Risiken. Dazu gehören unter anderem:

  • erhöhte Wahrscheinlichkeit bestimmter Krebsarten
  • mögliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
  • weitere gesundheitliche Belastungen, da PFAS sich im Körper anreichern können

Für die Umwelt

PFAS gelten als besonders problematisch, weil sie:

  • sehr langlebig und kaum abbaubar sind
  • sich in Wasser, Böden und lebenden Organismen ansammeln
  • weit verbreitet vorkommen, weil sie über Luft und Wasser transportiert werden können

Wie werden PFAS reguliert?

In Europa gelten bereits mehrere Regelungen:

  • REACH-Verordnung: Einschränkungen für Herstellung und Verwendung
  • POP-Verordnung: Verbote für besonders problematische PFAS wie PFOS (seit 2010) und PFOA (seit 2020)

Neue Entwicklungen bei Zertifizierungen

Das Gütesiegel OEKO-TEX® bietet eine Orientierung für PFAS-freie Textilien und hat 2024 den Parameter für extrahierbares organisches Fluor durch einen Grenzwert für den Gesamtgehalt an Fluor (TF) ersetzt. Dieser liegt bei 100 mg/kg und gilt seit 1. Januar 2024 für mehrere OEKO-TEX®-Standards.

Nach dem Vorbild von Frankreich und Dänemark werden auch in Österreich nationale Maßnahmen getroffen werden – Verbote von PFAS in Kleidung und Schuhen, Lebensmittelverpackungen und Kosmetik sowie strengere Grenzwerte, etwa für Trinkwasser werden aktuell geprüft. Ziel ist nicht nur, bestehende Kontaminationen zu entfernen, sondern auch weitere Verunreinigungen zu verhindern.

Was bedeutet das für die öffentliche Beschaffung?

Für nachhaltige Beschaffung im Sinne des naBe-Aktionsplans und generell, um den Schutz von Konsumentinnen und Konsumenten zu gewährleisten, ist es sinnvoll, PFAS möglichst zu vermeiden. Dazu können folgende Schritte beitragen:

1. Risikoprodukte identifizieren

Besonders relevant für die Beschaffung sind Produkte aus Bereichen Textilien und Bekleidung, Möbel und Heimtextilien sowie alle Produkte mit imprägnierten Materialien.
Der PFAS-Aktionsplan liefert mehr Informationen und Maßnahmenempfehlungen zur Reduktion der Belastung.

2. Alternativen prüfen

Viele Hersteller bieten bereits PFAS-freie Imprägnierungen oder andere Lösungen an. Wichtig ist, Alternativen zu vergleichen und sicherzustellen, dass sie den funktionalen Anforderungen entsprechen.

3. Lieferanten und Kundinnen sensibilisieren

Es lohnt sich, gezielt nach PFAS-freien Produkten zu fragen und entsprechende Nachweise einzufordern. Genannte Zertifikate wie z. B. OEKO-TEX® bei Textilien können dabei helfen.

Gut zu wissen

  • PFAS sind oft nicht gekennzeichnet, daher ist eine aktive Nachfrage notwendig
  • Eine PFAS-freie Beschaffung kann Umweltfolgen reduzieren und Gesundheitsrisiken vorbeugen
  • Mit bekannten Umwelt- und Textilsiegeln lassen sich PFAS in der Praxis bereits weitgehend vermeiden

Regulierung und Verbote 2026

Das Jahr 2026 markiert einen strategischen Wendepunkt in der PFAS-Gesetzgebung:

  • Trinkwasser: Seit dem 12. Jänner 2026 gelten in der EU neue, strenge Grenzwerte für Trinkwasser: Sauberes Trinkwasser: Zusätzliche EU-weite Schutzmaßnahmen gegen PFAS treten in Kraft
  • Feuerlöschschäume: Ab dem 10. April 2026 dürfen PFHxA-haltige Löschmittel nicht mehr für Ausbildungszwecke verwendet werden.
  • Produktverbote (PFHxA): Ab dem 10. Oktober 2026 ist der Einsatz der PFAS-Untergruppe PFHxA in vielen Konsumgütern wie Regenjacken, Lebensmittelverpackungen und bestimmten Kosmetika EU-weit verboten.
  • Beschränkungsverfahren: Bis Ende 2026 wird der Abschluss der wissenschaftlichen Bewertung für ein potenzielles Totalverbot fast aller PFAS durch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erwartet.

Für weiterführende Informationen sehen Sie unsere Linkliste in der Box.

Weiterführende Links:

AGES: Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) – AGES

UBA: Fragen und Antworten zu PFAS

Verordnung (EU) 2024/2462

BMLUK:

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS)

Regelungen auf internationaler und EU-Ebene

PFAS-Broschuere BMLUK 2024.pdf

BMIMI:

PFAS-Aktionsplan_Fassung_2024.pdf

Positionspapier von ÖkoKauf Wien: Umgang mit PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), Positionspapier, 13. Jänner 2025

Businessart: Ewigkeits-Chemikalien mit Gewinn zerstört

Euronews: Getting rid of PFAS: Can Europe put an end to the “forever chemicals”?

EU Environment Newsletter: Fighting PFAS: End the ‚forever‘?

Header und Beitragsbild: © Adobe Stock

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